HD 9/50 Ge Cage: 500 bar Höchstdruck mit Benzinmotor, wo kein Strom ist
Auf vielen Baustellen fehlt ein leistungsstarker Stromanschluss. Genau dafür ist der HD 9/50 Ge Cage von Kärcher gebaut: ein Höchstdruckreiniger, auch Höchstdruck-Wasserstrahler oder UHP-Druckreiniger genannt, der mit bis zu 500 bar arbeitet. Das Kürzel Ge in der Typbezeichnung steht bei Kärcher für einen Benzinmotor. Das Gerät läuft also unabhängig vom Stromnetz.
Wer damit arbeitet
Typische Nutzer sind Bauunternehmen, Abbruch- und Sanierungsbetriebe sowie Dienstleister, die Baumaschinen, Gerüste oder Verladeflächen direkt vor Ort reinigen. Auch auf Lagerplätzen, Steinbrüchen oder in der Landwirtschaft, wo zwar Wasser, aber keine passende Steckdose verfügbar ist, ist ein Benzingerät praktisch. Es löst Krusten, Schlamm und festsitzende Beläge, an denen ein normaler Hochdruckreiniger lange arbeiten müsste.
500 bar verständlich erklärt
Ein üblicher Profi-Hochdruckreiniger liefert etwa 150 bis 200 bar. Mit 500 bar trifft der Strahl rund zweieinhalb- bis dreimal so stark auf. Das macht den Unterschied bei Material, das richtig angebacken ist. Die Ziffern 9/50 geben grob die Leistungsklasse an: die 9 steht für rund 900 Liter pro Stunde, die 50 für 500 bar. Erzeugt wird der Druck von einer Kärcher Hochleistungs-Kurbelwellenpumpe, die für langen Profibetrieb ausgelegt ist.
Benzin oder Strom: Ge Cage im Vergleich zum HD 9/50-4 Cage
Beide Modelle teilen Druck, Pumpenbauart und Rahmenkonzept. Der Unterschied liegt im Antrieb. Der HD 9/50-4 Cage hat einen 4-poligen Elektromotor und braucht eine passende Stromversorgung; dafür darf er auch in Hallen arbeiten. Der Ge Cage dagegen läuft mit Benzin und ist für Einsatzorte im Freien gedacht, an denen keine Steckdose in Reichweite ist. Wer viel zwischen Baustellen pendelt, ist mit dem Benzinmodell flexibler.
Zu den 1000-bar-Geräten der Reihe HD 9/100 ist der Abstand groß: Halber Druck bedeutet weniger Abtragsleistung, aber für viele Bauaufgaben genügen 500 bar vollkommen.
Ausstattung, die auf der Baustelle zählt
- Cage-Rahmen: umschließt alle Komponenten und ist für das Verladen per Kran ausgelegt
- Sackkarrenprinzip: auf zwei Rädern lässt sich das Gerät über Schotter und unebenen Boden kippen und ziehen, leichter als ein vierrädriges Gerät
- Betriebsstundenzähler: zeigt die genauen Laufzeiten der Pumpe, wichtig für Wartungsintervalle
- Lanzenhalter und Schlauchhaken direkt am Gerät
- Geschütztes Fach für Zubehör und Werkzeug
- Wassermangelsicherung als Option zum Schutz von Pumpe und Bediener
Was dazu passt
Höchstdruckschläuche, Lanzen und Düsen müssen für 500 bar zugelassen sein. Bewährt haben sich Flachstrahldüsen für flächiges Arbeiten und rotierende Düsen für punktuelle Krusten. Für den Bediener sind Gesichtsschutz, Gehörschutz und feste Schutzkleidung Pflicht. Ein vorgeschalteter Wasserfilter hält Sand aus Baustellenwasser von der Pumpe fern.
Hinweise für den Einsatz
- Den Benzinmotor nur im Freien laufen lassen, nie in geschlossenen Räumen oder Gruben.
- Kraftstoff und Motoröl vor jedem Einsatz kontrollieren.
- Den Betriebsstundenzähler nutzen, um Ölwechsel und Pumpenservice planbar zu machen.
- Bei Frost Wasser aus der Pumpe entfernen, um Schäden zu vermeiden.
Fragen aus der Praxis
Brauche ich für das Gerät einen Stromanschluss?
Nein, der Benzinmotor treibt die Pumpe direkt an. Benötigt wird nur ein Wasserzulauf.
Kann ich das Gerät mit dem Kran auf ein Gerüst heben?
Ja, der Cage-Rahmen ist für das Verladen mit dem Kran vorgesehen.
Ist die Wassermangelsicherung serienmäßig?
Sie ist als Option erhältlich und schützt die Pumpe vor Trockenlauf.
Technische Daten
- Arbeitsdruck: bis 500 bar
- Antrieb: Benzinmotor (Ge)
- Pumpe: Kärcher Hochleistungs-Kurbelwellenpumpe
- Rahmen: Cage, kranverladbar
- Fahrwerk: Sackkarrenprinzip
- Betriebsstundenzähler: ja
- Wassermangelsicherung: optional
Passendes Zubehör
Höchstdruckschläuche, Pistolen, Lanzen, Düsen und Ersatzteile für dieses Gerät finden Sie gesammelt in unserer Kategorie HD 9/50 Ge Cage.